
Als ich im Nieselregen meine ersten Runden im tristen Berlin drehte, fremdelte ich doch sehr mit meiner neuen Heimat auf Zeit. Ein herzliches Willkommen hatte ich mir anders vorgestellt. Doch das Wetter besserte sich und mit ihm meine Stimmung. Nach dem ersten Abtasten zeigte sich die Stadt sehr zugänglich und offenbarte bei meinen Touren durch die Kieze ihren spröden Reiz…
Linda ist an allem Schuld. „Bleib doch mal etwas länger in Berlin. Die Sommermonate sind hier richtig schön!“ Meine Schwester lebt seit einigen Jahren im Berliner Westen. „Du könntest an der Havel Schwimmen gehen. Oder Ausflüge ins Tegeler Flies machen. Oder einfach allein die Stadt erkunden – es ist immer etwas los!“ Der Lockruf zeigte Wirkung und versprach eine hohe Auslastung für meinen Bewegungsdrang.






Schon bald startete ich von meiner Heimat auf Zeit in Spandau aus zur Expedition in die neue Welt Berlin. Mit der BVG organisierte ich meine Kreuzfahrten durch die Kieze der Stadt. Die gelben Busse warteten direkt vor der Haustür.
Ich war täglich draussen unterwegs. Der Schrittzähler in meinem Smartphone sammelte fleißig Überstunden. Er zählte auch die unnötigen Schritte. Doch gerade beim Erkunden zu Fuß habe ich meine Lieblingsplätze gefunden. Erstaunliche Oasen der Ruhe im unruhigen Getriebe. Mittendrin und doch abseits. Abseits und doch mittendrin.
In Berlin scheint sich alles ambivalent zu verhalten. Für jedes Negativbeispiel findet sich ein positives. Mein Berlin erlebte ich ebenso. Ohne Ohrstöpsel und Scheuklappen sog ich alles auf, was mir die Metropole jeden Tag an Erlebnissen anbot. Nicht immer in Harmonie und oft nur widerwillig habe ich mich in das kontrastreiche Sozialgemisch Berlin hineinziehen lassen.
Je länger ich mich hier aufhielt, desto intensiver spürte ich den Atem der bewegten Stadtgeschichte. Dieses schwer beschreibbare Eigenartige – oder sogar Einzigartige – was diese Stadt so besonders macht.








Als ich im Nieselregen meine ersten Runden im tristen Berlin drehte, fremdelte ich doch sehr mit meiner neuen Heimat auf Zeit. Ein herzliches Willkommen hatte ich mir anders vorgestellt. Doch das Wetter besserte sich und mit ihm meine Stimmung. Nach dem ersten Abtasten zeigte sich die Stadt sehr zugänglich und offenbarte bei meinen Touren durch die Kieze ihren spröden Reiz…
Linda ist an allem Schuld. „Bleib doch mal etwas länger in Berlin. Die Sommermonate sind hier richtig schön!“ Meine Schwester lebt seit einigen Jahren im Berliner Westen. „Du könntest an der Havel Schwimmen gehen. Oder Ausflüge ins Tegeler Flies machen. Oder einfach allein die Stadt erkunden – es ist immer etwas los!“ Der Lockruf zeigte Wirkung und versprach eine hohe Auslastung für meinen Bewegungsdrang.






Schon bald startete ich von meiner Heimat auf Zeit in Spandau aus zur Expedition in die neue Welt Berlin. Mit der BVG organisierte ich meine Kreuzfahrten durch die Kieze der Stadt. Die gelben Busse warteten direkt vor der Haustür.
Ich war täglich draussen unterwegs. Der Schrittzähler in meinem Smartphone sammelte fleißig Überstunden. Er zählte auch die unnötigen Schritte. Doch gerade beim Erkunden zu Fuß habe ich meine Lieblingsplätze gefunden. Erstaunliche Oasen der Ruhe im unruhigen Getriebe. Mittendrin und doch abseits. Abseits und doch mittendrin.
In Berlin scheint sich alles ambivalent zu verhalten. Für jedes Negativbeispiel findet sich ein positives. Mein Berlin erlebte ich ebenso. Ohne Ohrstöpsel und Scheuklappen sog ich alles auf, was mir die Metropole jeden Tag an Erlebnissen anbot. Nicht immer in Harmonie und oft nur widerwillig habe ich mich in das kontrastreiche Sozialgemisch Berlin hineinziehen lassen.
Je länger ich mich hier aufhielt, desto intensiver spürte ich den Atem der bewegten Stadtgeschichte. Dieses schwer beschreibbare Eigenartige – oder sogar Einzigartige – was diese Stadt so besonders macht.






