
Ich wollte gestern Abend bei den angenehmen Temperaturen zum Tagesausklang noch einmal etwas Stadtluft schnuppern. Nicht gerade in der lauten Innenstadt. Aber doch irgendwo, wo man sich unter Menschen mischen konnte, die das Gleiche vorhatten. Mein Ziel hieß Admiralbrücke, ein beliebter Treff für ein Feierabendbier. Die nächste U-Bahnstation wäre das Kottbusser Tor gewesen. Aber die Umgebung dort ist nicht gerade einladend. Also verlegte ich meine Anreise auf die Prinzenstraße und verband damit einen Fußmarsch an den Landwehrkanal. Ich nahm die Abkürzung durch ein gepflegtes Parkareal und stand bald darauf am Urbanhafen. Gegenüber leuchteten schon die Lichterketten eines Restaurantschiffs in der einsetzenden Dämmerung.
Ich war nicht der einzige Spaziergänger und musste mir den Uferweg mit späten Feierabendgenießern und Frühstartern ins Nachtleben teilen. Die Schwäne zogen weitgehend friedlich ihre Bahnen durch das glatte, dunkel spiegelnde Wasser des Kanals. Auf der anderen Seite leuchteten nach und nach die Fenster des Klinikums am Urban auf. Der Uferweg zur Admiralbrücke ist schön angelegt. Radfahrer und Fußgänger teilen sich friedlich die Promenade. Am Uferbankett sah ich junge Leute, die bei mitgebrachter Flüssignahrung vermutlich über die wichtigen Dinge der Welt diskutierten. Überwiegend auf Berlinerisch. Ich hörte aber auch andere Weltsprachen.




Heute war relativ wenig los auf der Admiralbrücke. Dennoch drangen schon von Weitem Kostproben von Straßenmusik an mein Ohr. Ich weiß nicht was die Leute dazu bewegt, mitten auf der gepflasterten Brücke zwischen Autos und Fahrrädern zum Posen auf Betonpollern zu hocken. Manche lehnten auch nur lässig am schön gearbeiteten schmiedeeisernen Geländer. Zum genüsslichen Chillen wäre mir das zu unbequem. Und direkt neben den Fahrstreifen auf dem Boden hocken muss ich auch nicht. Aber dennoch ließ ich mich allein vom Zusehen bestens unterhalten. Immerhin ist die denkmalgeschützte Brücke ein beliebter Szenetreff in Kreuzberg. Besonders in lauen Sommernächten kann man sich dem einnehmenden Flair wohl nicht ganz entziehen.
„Guten Abend, der Herr, wie geht’s Ihnen?“, sprach mich ein stimmgewaltiger Solosänger aus einer Gruppe heraus an. Ein höflicher Mensch, dachte ich bei mir. „Danke, alles gut! Und selbst?“ Das „junger Mann“ habe ich mir verkniffen. Aber irgendwie hat mich die Anrede schon etwas nachdenklich auf den Heimweg geschickt. Morgen werde ich mal den Kanalabschnitt nach der Brücke erkunden.

Ich wollte gestern Abend bei den angenehmen Temperaturen zum Tagesausklang noch einmal etwas Stadtluft schnuppern. Nicht gerade in der lauten Innenstadt. Aber doch irgendwo, wo man sich unter Menschen mischen konnte, die das Gleiche vorhatten. Mein Ziel hieß Admiralbrücke, ein beliebter Treff für ein Feierabendbier. Die nächste U-Bahnstation wäre das Kottbusser Tor gewesen. Aber die Umgebung dort ist nicht gerade einladend. Also verlegte ich meine Anreise auf die Prinzenstraße und verband damit einen Fußmarsch an den Landwehrkanal. Ich nahm die Abkürzung durch ein gepflegtes Parkareal und stand bald darauf am Urbanhafen. Gegenüber leuchteten schon die Lichterketten eines Restaurantschiffs in der einsetzenden Dämmerung.
Ich war nicht der einzige Spaziergänger und musste mir den Uferweg mit späten Feierabendgenießern und Frühstartern ins Nachtleben teilen. Die Schwäne zogen weitgehend friedlich ihre Bahnen durch das glatte, dunkel spiegelnde Wasser des Kanals. Auf der anderen Seite leuchteten nach und nach die Fenster des Klinikums am Urban auf. Der Uferweg zur Admiralbrücke ist schön angelegt. Radfahrer und Fußgänger teilen sich friedlich die Promenade. Am Uferbankett sah ich junge Leute, die bei mitgebrachter Flüssignahrung vermutlich über die wichtigen Dinge der Welt diskutierten. Überwiegend auf Berlinerisch. Ich hörte aber auch andere Weltsprachen.




Heute war relativ wenig los auf der Admiralbrücke. Dennoch drangen schon von Weitem Kostproben von Straßenmusik an mein Ohr. Ich weiß nicht was die Leute dazu bewegt, mitten auf der gepflasterten Brücke zwischen Autos und Fahrrädern zum Posen auf Betonpollern zu hocken. Manche lehnten auch nur lässig am schön gearbeiteten schmiedeeisernen Geländer. Zum genüsslichen Chillen wäre mir das zu unbequem. Und direkt neben den Fahrstreifen auf dem Boden hocken muss ich auch nicht. Aber dennoch lies ich mich allein vom Zusehen bestens unterhalten. Immerhin ist die denkmalgeschützte Brücke ein beliebter Szenetreff in Kreuzberg. Besonders in lauen Sommernächten kann man sich dem einnehmenden Flair wohl nicht ganz entziehen.
„Guten Abend, der Herr, wie geht’s Ihnen?“, sprach mich ein stimmgewaltiger Solosänger aus einer Gruppe heraus an. Ein höflicher Mensch, dachte ich bei mir. „Danke, alles gut! Und selbst?“ Das „junger Mann“ habe ich mir verkniffen. Aber irgendwie hat mich die Anrede schon etwas nachdenklich auf den Heimweg geschickt. Morgen werde ich mal den Kanalabschnitt nach der Brücke erkunden.