
Wenn ich Kanzler von Deutschland wär', würde ich spaßhalber einmal mit der Bundesbahn über den Hauptbahnhof an den Regierungssitz in der Spreemetropole anreisen. Im Bahnhof angekommen würde ich dann ausnahmweise keinen Fahrdienst rufen, sondern mich per Pedes über den Ausgang am Washingtonplatz auf den Weg hinüber an meinen Arbeitsplatz machen. Den kann man in der Ferne schon gut erkennen. Auf der Gustav-Heinemann-Brücke würde ich die Spree überqueren.
Während sich die Rollen meines Trolleys mit dem rauhen Belag des Fußwegs abmühten, musste ich mich fragen: „Bin ich hier eigentlich richtig, ist das die Bundeshauptstadt? Hier ist alles so leer und weit! Ist das tatsächlich das Zentrum der Macht?" Aber ein Seitenblick auf die chillenden Leute auf den Liegestühlen am Uferweg würde mir sagen: „Doch, doch, keine Sorge du bist in Berlin.“
Mein Weg führte an einer großen Wiese vorbei, die stark an einen überdimensionierten Dorfanger erinnert. Ich würde mich etwas rechts halten, vorbei an der Botschaft der Schweiz. Trutzig wie das Gotthardmassiv behauptet der massige Bau seinen Platz. „Da wirkt doch mein Kanzleramt daneben sogar eher fragil – trotz seiner stattlichen Ausmaße“, ging es mir im Vorbeigehen durch den Kopf.






In der Mittagspause würde ich mir Bewegung verschaffen und zu Fuß durch den schönen Grünstreifen vor dem Kanzleramt hinüber zum Reichstag schlendern. Die Regierungsgebäude ließ ich heute mal links liegen. Auch das Reichstagsgebäude kenne ich ja in- und auswendig. Noch ein kurzes Stück querbeet am Tiergarten vorbei und ich würde schon vor dem Brandenburger Tor stehen.
Wenige Minuten nur trennen das Zentrum der Macht vom mächtigen Symbol der nationalen Einheit. Dort könnte ich mich noch etwas entspannen. Für meine Siesta bot sich der Raum der Stille an, der etwas seitlich versteckt im Brandenburger Tor integriert ist. Ich würde die völlige Stille genießen und für den Rest des Tages regeneriert regieren.
Zum Feierabend könnte ich dann für einen Sundowner das Kanzleramt auf der Rückseite verlassen. Unmittelbar daneben würde ich am Haus der Kulturen der Welt einen schönen Abend an der Spree verbringen und zufrieden auf mein Tagwerk blicken.
Wie gesagt: wenn ich der Kanzler von Deutschland wäre…
(frei nach Rio Reiser, danke!)








Wenn ich Kanzler von Deutschland wär', würde ich spaßhalber einmal mit der Bundesbahn über den Hauptbahnhof an den Regierungssitz in der Spreemetropole anreisen. Im Bahnhof angekommen würde ich dann ausnahmweise keinen Fahrdienst rufen, sondern mich per Pedes über den Ausgang am Washingtonplatz auf den Weg hinüber an meinen Arbeitsplatz machen. Den kann man in der Ferne schon gut erkennen. Auf der Gustav-Heinemann-Brücke würde ich die Spree überqueren.
Während sich die Rollen meines Trolleys mit dem rauhen Belag des Fußwegs abmühten, musste ich mich fragen: „Bin ich hier eigentlich richtig, ist das die Bundeshauptstadt? Hier ist alles so leer und weit! Ist das tatsächlich das Zentrum der Macht?" Aber ein Seitenblick auf die chillenden Leute auf den Liegestühlen am Uferweg würde mir sagen: „Doch, doch, keine Sorge du bist in Berlin.“
Mein Weg führte an einer großen Wiese vorbei, die stark an einen überdimensionierten Dorfanger erinnert. Ich würde mich etwas rechts halten, vorbei an der Botschaft der Schweiz. Trutzig wie das Gotthardmassiv behauptet der massige Bau seinen Platz. „Da wirkt doch mein Kanzleramt daneben sogar eher fragil – trotz seiner stattlichen Ausmaße“, ging es mir im Vorbeigehen durch den Kopf.






In der Mittagspause würde ich mir Bewegung verschaffen und zu Fuß durch den schönen Grünstreifen vor dem Kanzleramt hinüber zum Reichstag schlendern. Die Regierungsgebäude ließ ich heute mal links liegen. Auch das Reichstagsgebäude kenne ich ja in- und auswendig. Noch ein kurzes Stück querbeet am Tiergarten vorbei und ich würde schon vor dem Brandenburger Tor stehen.
Wenige Minuten nur trennen das Zentrum der Macht vom mächtigen Symbol der nationalen Einheit. Dort könnte ich mich noch etwas entspannen. Für meine Siesta bot sich der Raum der Stille an, der etwas seitlich versteckt im Brandenburger Tor integriert ist. Ich würde die völlige Stille genießen und für den Rest des Tages regeneriert regieren.
Zum Feierabend könnte ich dann für einen Sundowner das Kanzleramt auf der Rückseite verlassen. Unmittelbar daneben würde ich am Haus der Kulturen der Welt einen schönen Abend an der Spree verbringen und zufrieden auf mein Tagwerk blicken.
Wie gesagt: wenn ich der Kanzler von Deutschland wäre…
(frei nach Rio Reiser, danke!)






