
Ich hatte mich an einem schönen Tag im Mai im Mauerpark ins Gras gesetzt und versucht, der Zeit nachzuspüren, als hier die Mauer noch als unüberwindbares Hindernis Osten und Westen voneinander fern hielt. Auf dem breiten Schotterweg vor mir – wo früher der Mauerstreifen verlief – ließ ich die meist jungen Leute meist paarweise, meist strammen Schrittes im milden Sonnenlicht vorbeiziehen. Hinter mir übermalte ein Künstlerpärchen die schon zigfach besprayten standhaften Mauerreste ein weiteres mal. „Parlez-vous française?“ fragten sie mich, als ich sie ansprach. „Et Voilà“, dachte ich. „Frankreich kümmert sich um unsere Reste…“
Ich kümmerte mich indessen um einen guten Aussichtplatz auf der grünen Wiese. Ein buntes Völkchen wogte auf dem weitläufigen Areal hin und her. Ich tat mich schwer, mir hier den tristgrauen Todesstreifen der Mauerzeit vorzustellen.



Als ich an einem sonnigen Sonntag das erste Mal hier auf dem riesigen Gelände an der Bernauerstraße landete, schoben mich die Massen humorlos durch die Gassen des großen Mauerparkflohmarkts. Etwas abseits vom Mainstream des internationalen Publikums ließ ich mir etwas Karaoke Musik ins Ohr dröhnen. Leise geht ja gar nicht. Handgemacht und unverstärkt hat keine echte Chance gegen einen alles überlagernden Geräuschteppich. Einmal kam ich gerade noch rechtzeitig um einer Truppe von Streetdancern zuzuschauen. Ich staunte nicht schlecht über die akrobatische Live Performance! „Das ist eine bühnenreife Choreografie, top Leistung!“ schwärmte mein Nachbar, „So spielend leicht kann harte Arbeit aussehen.“ Die Zuschauer auf den steinernen Sitzen der Arena im Park sparten nicht mit Applaus. Die meisten drückten ihre Begeisterung auch in barer Münze – pardon – in Scheinen aus.



An einem anderen Sonntag bot der Park ein völlig gegensätzliches Bild. Während im vorderen Teil noch wie gewohnt junge Leute unterwegs waren und den Basketbällen beim laut schallenden Springen rund um und in einen Korb zuschauten, hatten sich im hinteren Bereich Großfamilien im morgenländischen Stil mit Kind und Kegel zum Picknick niedergelassen. Der Duft von Grillfleisch am Spieß wehte mir appetitlich in die Nase. Die Kinder der Familien hatten offensichtlich auch ihren Sonntagsspaß beim Herumtollen oder beim Burgenbau im großzügigen Sandkasten. Ich genoss die unbeschwerte Stimmung der sonntäglichen Idylle im Park. Nur ein paar Schritte abseits der geschäftigen urbanen Umgebung.



Ich hatte mich an einem schönen Tag im Mai im Mauerpark ins Gras gesetzt und versucht, der Zeit nachzuspüren, als hier die Mauer noch als unüberwindbares Hindernis Osten und Westen voneinander fern hielt. Auf dem breiten Schotterweg vor mir – wo früher der Mauerstreifen verlief – ließ ich die meist jungen Leute meist paarweise, meist strammen Schrittes im milden Sonnenlicht vorbeiziehen. Hinter mir übermalte ein Künstlerpärchen die schon zigfach besprayten standhaften Mauerreste ein weiteres mal. „Parlez-vous française?“ fragten sie mich, als ich sie ansprach. „Et Voilà“, dachte ich. „Frankreich kümmert sich um unsere Reste…“
Ich kümmerte mich indessen um einen guten Aussichtplatz auf der grünen Wiese. Ein buntes Völkchen wogte auf dem weitläufigen Areal hin und her. Ich tat mich schwer, mir hier den tristgrauen Todesstreifen der Mauerzeit vorzustellen.



Als ich an einem sonnigen Sonntag das erste Mal hier auf dem riesigen Gelände an der Bernauerstraße landete, schoben mich die Massen humorlos durch die Gassen des großen Mauerparkflohmarkts. Etwas abseits vom Mainstream des internationalen Publikums ließ ich mir etwas Karaoke Musik ins Ohr dröhnen. Leise geht ja gar nicht. Handgemacht und unverstärkt hat keine echte Chance gegen einen alles überlagernden Geräuschteppich. Einmal kam ich gerade noch rechtzeitig um einer Truppe von Streetdancern zuzuschauen. Ich staunte nicht schlecht über die akrobatische Live Performance! „Das ist eine bühnenreife Choreografie, top Leistung!“ schwärmte mein Nachbar, „So spielend leicht kann harte Arbeit aussehen.“ Die Zuschauer auf den steinernen Sitzen der Arena im Park sparten nicht mit Applaus. Die meisten drückten ihre Begeisterung auch in barer Münze – pardon – in Scheinen aus.



An einem anderen Sonntag bot der Park ein völlig gegensätzliches Bild. Während im vorderen Teil noch wie gewohnt junge Leute unterwegs waren und den Basketbällen beim laut schallenden Springen rund um und in einen Korb zuschauten, hatten sich im hinteren Bereich Großfamilien im morgenländischen Stil mit Kind und Kegel zum Picknick niedergelassen. Der Duft von Grillfleisch am Spieß wehte mir appetitlich in die Nase. Die Kinder der Familien hatten offensichtlich auch ihren Sonntagsspaß beim Herumtollen oder beim Burgenbau im großzügigen Sandkasten. Ich genoss die unbeschwerte Stimmung der sonntäglichen Idylle im Park. Nur ein paar Schritte abseits der geschäftigen urbanen Umgebung.

