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Nein, ich wollte lieber ein Zurück auf meine Grundeinstellungen wagen. Raus aus der Alltagsroutine! Wieder einmal mit offenen Antennen Signale empfangen, die man zuhause im bequemen Ruhestand nicht mehr wahrnehmen konnte. Wieder einmal diese offene Neugier spüren, die mich als Jugendlichen Entdecker hinaus in die Welt lockte.
Wo ginge das besser als im Kosmos einer lebendigen Großstadt? So ließ ich mich im folgenden Sommer unformatiert und ziemlich planlos, aber echt ungezwungen durch die Berliner Luft treiben.








Mit dem Deutschlandticket hatte ich quasi freie Fahrt auf den Entdeckungstouren durch die Metropole. Meine Kreuzfahrten organisierte ich mit den Berliner Verkehrsbetrieben. So streifte ich auch in weniger zentralen Kiezen der Stadt umher.
Ja, manche Irrfahrt war auch dabei. Der Schrittzähler in meinem Smartphone machte regelmäßig Überstunden. Er zählte auch die unnötigen Schritte. Man merkt erst garnicht, wieviele Kilometer „Gehen“ sich täglich in der weitläufigen Stadt ansammeln. Aber gerade beim Erkunden zu Fuß habe ich meine Lieblingsplätze gefunden. Oasen der Ruhe im unruhigen Getriebe. Mittendrin und doch abseits.









In Berlin scheint sich alles ambivalent zu verhalten. Für jedes Negativbeispiel findet sich ein positives. Mein Berlin erlebte ich ebenso. Jedoch überwogen die inspirierenden Momente deutlich. Ich hatte an den vielfältigen Facetten der Stadt Gefallen gefunden. Je länger ich mich hier aufhielt, desto intensiver erlebte ich die reizvollen Kontraste: dieses schwer beschreibbare Eigenartige – oder sogar Einzigartige – was diese Stadt so besonders macht.
Mit offenen Sinnen sog ich alles auf, was mir die Metropole jeden Tag an Erlebnissen anbot. Ich habe mich gern darauf eingelassen, intensiv den Atem der bewegten Stadtgeschichte zu erspüren. Und gleichzeitig ließ ich mich widerstandslos in dieses Sozialgemisch Berlin hineinziehen.
Offene Tanzbühnen mitten in der Stadt, Muskeltraining im Park an der frischen Luft, Jamsessions im Tiergarten, launige Weinfeste an lauschigen Sommerabenden – mit den unzähligen Angeboten der Open-Air-Saison hat mich die Hauptstadt schließlich unwiderstehlich für sich eingenommen!
Bis zum nächsten Sommer – schönen Abend noch!














